Im heutigen Gastartikel von Christian Arno ( Gründer von Lingo24 ) , geht es um Top-Tipps für ein erfolgreiches internationales OM Kampagne, der durch diese Methoden Lingo24 zum internationale Erfolg gebracht hat.
Gutes Onlinebusiness ist gelunge Kommunikation vielleicht greift auch dieser Satz letztlich ein bisschen zu kurz, aber es ist eine Menge Wahres dran. Wer Erfolge feiern möchte, muss kommunizieren und seine Art der Kommunikation ans jeweilige Gegenüber anpassen. Das gilt nicht nur beim Onlinemarketing,
das auf inländische Zielgruppen ausgerichtet wird. Es gilt auch beim Blick auf ausländische Zielgruppen. Wer als deutscher Blogger oder Onlineshop-Besitzer etwa französische, englische, japanische Leser und/oder Kunden im Auge hat, muss seine Kommunikation an die Zielgruppe anpassen: die direkte Kommunikation mit den Lesern oder potenziellen Kunden ebenso wie die indirekte über Suchmaschinen.
Hat man als deutscher Onlineshop-Besitzer nicht genug damit zu tun, seine deutsche Zielgruppe zu erreichen? Vielleicht! Und vielleicht reicht der Blick auf diesen Markt auch völlig aus. Schließlich hat Deutschland genug Einwohner und damit genug potenzielle Kunden, um einem rein deutschsprachigen Onlineshop ausreichend hohe Umsätze zu bescheren. Eventuell macht eine fremdsprachige Variante eines Onlineshops aber doch Sinn, weil
- sich die im Onlineshop angebotenen deutschen Wurstspezialitäten auch im übrigen Europa gut verkaufen ließen,
- ein fremdsprachiger Deutschlandshop mit Reiseführern, Reiseangeboten, typisch deutschen Produkten für potenzielle Touristen gute Umsätze bringen könnte,
- sich der Markt für Produkte ganz allgemein durch einen fremdsprachigen Onlineshop deutlich vergrößert,
- das Thema eines Blogs auch im Ausland derart interessant ist, dass sich hier Werbeeinnahmen generieren ließen?
Das Internet kennt letztlich keine Grenzen und auch Blogger und Onlineshop-Besitzer müssen mit ihrem Angebot nicht vor Landesgrenzen Halt machen. Sie sollten zumindest einmal darüber nachdenken, ob sie die Grenzenlosigkeit des Internets nicht mit einem fremdsprachigen Onlineangebot ausnutzen. Natürlich steigt dadurch der Aufwand: Es bedarf eines professionellen Übersetzers, Angebote und Inhalte fürs Netz müssen zudem eventuell an die jeweilige Kultur angepasst werden. Das macht Arbeit, aber es ist Arbeit, die sich lohnen kann. Yes we can? Ja, wir können!
Englisch ist kein Garant für Erfolge
Kehren wir zurück zum Thema Kommunikation: Wer sich dazu entschlossen hat, Menschen aus einer anderen Kultur und aus einem anderen Sprachraum Angebote im Internet zu machen, muss sich zunächst auf die Sprache im anderen Land einlassen. Das bedeutet: Ein englischer Onlineshop reicht möglicherweise nicht aus. Natürlich ist Englisch eine Weltsprache. Aber wie viele Deutsche würden sich für eine englischsprachige Website entscheiden, wenn sie ähnliche Inhalte oder Angebote auch auf Deutsch haben könnten? Die Mehrheit würde sich wohl für die deutschsprachige Variante entscheiden. Japaner, Brasilianer, Italiener, Russen… sie alle denken mehrheitlich ähnlich und möchten am liebsten in ihrer jeweiligen Muttersprache angesprochen werden. Und sie suchen auch am ehesten in ihrer Muttersprache nach Produkten und Inhalten im Netz. Wer sie erreichen möchte, wird mit ihnen also gekonnt in ihrer Muttersprache kommunizieren müssen. Das gilt indirekt auch dann, wenn es um Suchmaschinenoptimierung geht.
Schweizer suchen nach einem Tumbler
- Laut Google Adwords Keyword-Tool suchen 6.600 Schweizer Monat für Monat nach einem Tumbler.
- Dagegen suchen nur 2.900 Schweizer monatlich nach einem Trockner.
Beide Wörter – Tumbler und Trockner – meinen dasselbe: den Wäschetrockner. „Tumbler“ ist ein typisches Wort aus dem schweizerischen Deutsch dafür. Wer also in Deutschland „Wäschetrockner“ im Onlineshop verkauft, feiert mit dem Keyword „Trockner“ eventuell gute Erfolge, sollte aber mit Blick auf den schweizerischen Markt vielleicht besser das Keyword „Tumbler“ wählen. Das ist natürlich nur ein Beispiel. Es macht aber eins deutlich: Selbst, wenn scheinbar dieselbe Sprache gesprochen wird, gibt es teils deutliche Unterschiede, die sich auch auf das Suchverhalten auswirken. Verstärkt wird die Sache, wenn man Inhalte übersetzt: Die reine Übersetzung von Keywords ohne eine gleichzeitige Prüfung, ob die Keywords im jeweiligen Land auch funktionieren, reicht nicht aus. Zwei weitere wichtige Dinge:
- Eine Domain mit der Top-Level Domain (TLD) .de ist gut für Business in Deutschland, aber sie taugt sehr viel weniger für gute Geschäfte mit Kunden aus anderen Ländern. Google entscheidet sich bei Suchanfragen aus Deutschland gerne für Websites mit .de – Endung. In anderen Ländern wird diese Top-Level-Domain eher zum Nachteil. Webmaster sichern sich daher bestenfalls Domains mit der fürs jeweilige Land vergebenen TLD oder weichen zumindest auf TLDs wie .com aus. Einfach fremdsprachige Inhalte auf Unterseiten einer bestehenden deutschen Domain zu setzen, ist meistens die schlechtere Wahl.
- Je nach Land sollte man sich nicht komplett auf Google fixieren, wenn es um Suchmaschinenoptimierung geht. Google ist in Deutschland mit großem Abstand Marktführer der Suchmaschinen. In China dominiert dagegen Baidu, in Südkorea ist Naver eine Größe und in Japan beherrschte 2009 noch Yahoo vor Google den Markt.
Das Prinzip der gelungenen Vernetzung
Landspezifische Vorlieben im jeweiligen Land sollte man auch beachten, wenn es um Social Media Marketing geht: Nicht überall dominieren Twitter und Facebook. Gelungenes Social Media Marketing bedeutet eine gute Vernetzung und eine gute Vernetzung, für die eine gelungene Kommunikation Voraussetzung ist, taugt als wertvolle Basis für geschäftliche Erfolge. Wer mit Marketing nach Lesern oder Kunden in einem fremden Land Ausschau hält, sollte daher solch eine Vernetzung mit potenziellen Kunden und Partnern anstreben, etwa:
- durch Präsenz auf den passenden Social Media Plattformen,
- durch Kooperationen mit Bloggern des jeweiligen Ziellandes,
- aber – falls möglich – auch durch Offline-Präsenz auf passenden Messen oder über Interviews in On- und Offlinemedien wie Infoportalen und Zeitungen.
Hierbei gilt es jedoch, die Kultur im jeweiligen Land zu berücksichtigen. Nicht umsonst existiert ein ganzer Markt für Schulungen zur interkulturellen Kommunikation, um auch im Ausland nett, freundlich und kompetent zu wirken. Solche Schulungen täten auch manch einem Onlinemarketer gut, der etwa auf ausländischen Social Media – Plattformen potenzielle Kunden und Geschäftspartner anspricht. Das klingt alles nach einer ganzen Menge Arbeit, um ausländische Zielgruppen anzupeilen? Das ist es wohl auch, zumal die Sache kaum ohne die Kooperation mit Muttersprachlern funktioniert, die auch die jeweilige Kultur gut kennen. Aber all das kann sich lohnen. Eine gewisse Grenzenlosigkeit sollte man sich bisweilen gönnen: auch im Onlinemarketing.
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Es bleibt die Frage, ob 6600 Schweizer wirklich nach einem “Tumbler” Wäschetrockner suchen oder sich ein relevanter Teil der Suchanfragen sich auf die Webseite “Tumblr” bezieht und der Suchbegriff falsch geschrieben wurde.