Die Frage nach den Chancen kleiner Netzwerke gegen den Platzhirsch Facebook wird in letzter Zeit sehr häufig gestellt. Die vorherrschende Meinung lautet dabei stets:
Gegen Facebook kommt momentan keiner an. Den sich dabei immer wiederholenden Argumentationslinien und Vergleichen mit Amazon oder Google möchte ich mich hier nicht anschließen. Weder Amazon noch Google eignen sich für einen Vergleich mit der marktbeherrschenden Stellung von Facebook, obwohl sie in Ihrem Bereich auch Marktführer sein mögen. Beide Unternehmen mussten in den letzten Jahren Marktanteile einbüßen, global gesehen wächst die Konkurrenz.
Trotzdem muss ich mich der herrschenden Meinung anschließen. Die Gründe dafür versuche ich im Folgenden zu erläutern.
In keinem anderen Netzwerk haben Unternehmen momentan ähnliche Chancen auf Wachstum und wirtschaftlichen Erfolg wie bei Facebook. Dafür hat Facebook mit einer nahezu perfekt durchdachten Marketingstrategie selbst gesorgt. Mit dem Prinzip der Fanpages kann jedes Unternehmen sich seine eigene strategische Präsenz im Internet aufbauen. Ziel ist dabei immer die Herstellung einer Netz-Community, die sich mit dem jeweiligen Unternehmen identifizieren kann. Ist dies erstmal erledigt kann das Unternehmen mit seinen Kunden interaktiv in Kontakt treten und versuchen neue Käuferschichten zu erreichen.
Nun kann man sagen, dass dies auch bei anderen Netzwerken möglich ist. Prinzipiell mag das stimmen, nur kann man nirgends eine so enorme Anzahl an Menschen erreichen wie bei Facebook. Warum soll ein Unternehmer sich bei den Lokalisten anmelden, wenn er bei Facebook 10 Mal so viele Leute erreichen kann, die sich möglicherweise für sein Produkt interessieren. Facebook ist es gelungen eine lokale und regionale Stärke aufzubauen, was wahrscheinlich an fehlender oder zu schwacher Konkurrenz lag.
Trotzdem möchte ich hier nicht Werbung für Facebook machen. Lokale Netzwerke können bei anderen Erwartungen selbstverständlich auch ihren Zweck erfüllen. Kommt man beispielsweise aus dünner besiedelten Gebieten, und möchte sich nur mit seinen Freunden vernetzen, muss es nicht immer Facebook sein. Genauso verhält es sich, wenn man nicht viel Wert drauf legt, mit Menschen aus der ganzen Welt in Kontakt zu treten. Es gibt genug Privatpersonen, die mit Facebooks Datenschutz nicht einverstanden sind und trotzdem aktiv am Social Web teilnehmen wollen. Für Unternehmen führt aber gegenwärtig kein Weg an Facebook vorbei.
In Stein gemeißelt ist diese Aussage jedoch auch nicht. Der Markt ist schnelllebig und offen für Veränderungen. Wenn die lokalen Netzwerke ihre Chancen nutzen, sich ständig weiter verbessern und innovativ bleiben, kann sich das Blatt auch bei den Unternehmen ganz schnell wenden.
Mehr Informationen zu Facebook Marketing gibt es bald .
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Ich kann mir gut vorstellen, dass die vielen anderen Anbieter von Social Networks sich zukünftig eher auf Nischenbereiche spezialisieren werden. StudiVZ sollte zum Beispiel mehr auf die Bedürfnisse von Studenten eingehen und könnte somit sicherlich eine Menge von Neuzugängen verzeichnen…